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Veröffentlicht von Hilti Ingenieurberatungover 1 year ago

Mit Hilti Brandabschottungen Nachträge vermeiden

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Häufig kommt es bei der Ausführung von Brandabschottungen zu teuren Nachträgen. Oftmals beruhen diese darauf, dass die Bedingungen auf der Baustelle, nicht denen der Planungsphase entsprechen. Planungsseitig nicht vermeidbar sind beispielsweise Fehlerquellen, wie eine fehlerhafte Übertragung von geplanten Öffnungen auf das reale Bauvorhaben. Demgegenüber stehen vermeidbare Fehlerquellen wir die Ausführung einer oberflächige Ausschreibung von Brandabschottungen, die schließlich zu einem häufigen Nachtragsgrund führen. Mittels des nachfolgenden Artikels wird auf diese möglichen, aber vermeidbaren Fehler eingegangen. Wir hoffen das mit den folgenden „Tipps und Tricks“ in Zukunft bei der Planung von Brandabschottungen teure Nachträge vermieden oder zumindest minimiert werden können.

Lesedauer ca. 15 min
 
Häufige Fehler in der Brandschutzplanung und -ausschreibung
1.      Zu geringe Detailtreue in der Ausschreibung von Brandabschottungen
Der bedeutendste Fehler in der Brandschutzausschreibung, der gleichzeitig auch mit am häufigsten vorkommt, ist eine zu geringe Detailtiefe in der Beschreibung des durchzuführenden Brandschotts. Während eine oberflächliche Ausschreibungsformulierung wie beispielsweise „Es ist eine Kabelabschottung mit 0,4 m² durchzuführen […]“ großen Raum für Produkt- und Interpretationsspielraum ausführungsseitig zulässt, stellt eine ebenso große Fehlerquelle die Reduzierung eines Brandschutzsystems auf ein einzelnes Produkt dar.
 
2.      Geforderte Produktneutralität in der Ausschreibung lässt Interpretationsspielraum für Nachunternehmer
Ein Fehler der häufig nichtwissend begangen wird, ist die Reduzierung eines Brandschutzsystems auf ein einzelnes Produkt wodurch diese häufig in Ausschreibungen, die einer geforderten Produktneutralität unterliegen, nicht explizit genannt werden dürfen. Dabei ist genau diese Unterscheidung essenziell für Ihren Planungs- und Ausschreibungsprozess und stellt sicher, dass Ihre geplante Brandabschottung auch mit dem von ihnen geplanten Brandschutzsystem korrekt durchgeführt wird. 
 
Tipp & Trick 1:
In Ausschreibungstexte sollten keine Produkte ausgeschrieben werden, die Bauarten jedoch möglichst detailliert.
Während Planer häufig durch entsprechende Ausschreibungsvorgaben gezwungen sind eine Produktneutralität zu wahren, und somit produktseitig wenig spezifisch werden dürfen, sind Bauarten von diesen Vorgaben ausgeschlossen und dürfen in Ausschreibungstexten spezifiziert werden.
Doch worin liegt der Unterschied? Vereinfacht gesagt beschreiben „Produkte“ ein einzelnes Brandschutzprodukt, wie beispielsweise den Brandschutzschaum CFS-F FX oder den Brandschutzstein CFS-BL P, während eine Bauart alle Details der Abschottung inklusive des Untergrundes, der durchdringenden Medien (Kabel, Rohre etc.) und alle erforderlichen Brandschutzsysteme umfasst. Eine Bauart definiert also, welche Medienleitungen durch welche Öffnung (Ort, Abmessungen und Untergrund) geführt werden und mit welchen Brandschutzsystemen diese abgeschottet werden sollen. Das zu verwendenden Produkt ist also in eine Bauart integriert, stellt sie alleinig jedoch nicht dar. 
 
Beispiel:
Die DIBt Bauartgenehmigung Hilti Brandschutz-System CFS-BL P Kombi S 90 (Z-19.53-2423) umfasst eine Brandabschottung mittels Brandschutzstein und inkludiert beispielsweise den anzuwenden Filler (CFS-FIL), Brandschutzbandage (CFS-B) für Rohrleitungen sowie die erforderliche Isolierungen bei Rohren.
Das angeführte Beispiel zeigt auf, dass eine einzelne Produktausschreibung nicht immer zu einer zulassungskonformen Abschottung führen würde. Der Raum für Nachträge, aufgrund der beispielsweise unberücksichtigten Verfüllung von Ringspalten oder der zusätzlichen Isolierung von Rohrleitungen wäre groß. 

Abbildung 1: Darstellung des Hilti Brandschutz-System CFS-BL P Kombi S 90 (Z-19.53-2423)

mit den Produkten Brandschutzstein (CFS-BL P), Filler (CFS-FIL) und Brandschutzbandage (CFS-B)

 
Als Tipp empfiehlt Ihnen Hilti, dass Sie in ihrer Bauartausschreibung folgende detaillierte Informationen aufnehmen, um Nachträge zu vermeiden:
 


Beispiel aus www.ausschreiben.de mit individuellen Anpassungen.



Unterstützung für die Auswahl eines geeigneten Brandschutzsystems bietet Ihnen Hilti einerseits anhand des Technischen Handbuches für Brandschutzsysteme, sowie andererseits durch die innovative Softwarelösung Hilti Brandschutzselektor.

Tipp & Trick 2:
Nutzen Sie den Hilti Brandschutzselektor für die Planung und Ausschreibung von Brandschutzsystemen
Der Hilti Brandschutzselektor bietet Ihnen eine umfassende Unterstützung bei der Planung und Ausschreibung von Abschottungen von brennbaren- und nichtbrennbaren Rohren, Kabeln, Kombischotts, sowie Leerschotts für spätere Nachbelegungen. Der Selektor bietet einen „Geführten Suchmodus“, der Sie auf Basis Ihrer individuellen Angaben zu einer Brandschutzlösung leitet, sowie einen „Fortgeschrittenen Suchmodus“ in dem Sie ihre Auswahlparameter individuell einstellen können.
Ergebnis ist in beiden Fällen die Ausgabe von geeigneten Brandschutzsystemen für Ihr Anwendung. Die Ausgabe erfolgt in Form von Typicals, die Sie wiederum Ihren Ausschreibungen anhängen können. Diese umfassen eine technische Zeichnung, der alle relevanten Informationen zugeordnet sind, sowie Details der Bauartgenehmigung. Zudem bietet der Brandschutzselektor eine Mengenkalkulation für Ihre Ausschreibung an.
 

 

Abbildung 2: Darstellung eines durch den Brandschutzselektor ausgegebenen Typical

 
Tipp & Trick 3:
Nutzen Sie die vorkonfektionierten Ausschreibungstexte für Hilti Brandschutzsystemen und -bauarten auf www.ausschreiben.de
Für Ihren Ausschreibungsprozess bietet Hilti Ihnen bereits vorkonfektionierte Ausschreibungstexte auf www.ausschreiben.de. Die dort gelisteten Textbausteine sind so aufgebaut, dass diese individuell und projektspezifisch angepasst und/oder ergänzt werden können. Damit bietet Hilti Ihnen eine Flexibilität in ihrem Ausschreibungsprozess und unterstützt Sie Nachträge in der späteren Bauphase zu verringern.
 
Schlussfolgerung
Im Planungs- und Ausschreibungsprozess wird oftmals der Grundstein für spätere Nachträge gelegt, die häufig zu Zeit- und Budgetabweichungen führen. Um dem entgegenzuwirken ist es in der Ausschreibungsphase entscheidend, die zu verwendende Bauart möglichst detailliert zu formulieren. Unterstützung erhalten Sie durch Softwarelösungen in Form des „Brandschutzselektors“ sowie durch vorkonfektionierte Ausschreibungstexte auf www.ausschreiben.de. Sollten Projektbezogen weitere Informationen oder Unterstützung erforderlich sein, kontaktieren Sie Hilti.
 

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